Wie Zeitungsverlage das Urheberrecht verteidigen – Und es selbst nicht immer ernst nehmen

In der derzeitigen Debatte um das Urheberrecht finde ich es gerade sehr spannend, wie sich viele deutsche Zeitungsverlage als Verteidiger des geschützten Werkes darstellen. Nicht immer zu Recht.

So heißt es in einem Kommentar von Sandra Kegel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung mit dem Titel „Unter Piraten“ zum Verfahren gegen das Tauschportal Pirate Bay:

Tatsächlich unternehmen die vermeintlich „gemeinnützigen“ Piraten ebenso wie der Weltkonzern mit dem niedlichen Slogan „Don’t be evil“(Einschub: Sie meint Google) einen Angriff auf die künstlerischen Lebensgrundlagen und die kulturelle Vielfalt: Mit dem kostenlosen Zugang zu schöpferischen Werken wird der geistige Arbeiter bestohlen.

Nun ist es allerdings so, dass es auch bei der FAZ nicht so weit her ist mit der Wahrung der Urheberrechte. Selbst etablierte Geistesgrößen wie Martin Walser und Günther Grass sollen sich manchmal gewundert haben, wie es sein kann, dass die Zeitung an älteren Texten, die sie verfasst haben, immer noch verdient, obwohl nichts dergleichen durch Vertrag eingeräumt wurde. Ich kann für die weitere Lektüre den Artikel von Ilja Braun im Perlentaucher empfehlen, der meiner Ansicht nach nichts an seiner Aktualität verloren hat. Immer noch gehen viele Verlage wie selbstverständlich davon aus, dass nicht die Autoren Herren der Texte sind, sondern die Verlage. Ob mit oder ohne Vertrag. (ftx)

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