Aktion: Ein Herz für Blogs

Habe schon auf verschiedenen Blogs von der Aktion „Ein Herz für Blogs“ gelesen und möchte mich auch mit meinen ganz persönlichen Empfehlungen beteiligen:

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In sechs Schritten kreativ

Die HPI School of Design Thinking aus Potsdam, bei der ich am vergangenen Freitag zu Gast war, schult ihre Studenten darin, bei jedem kreativen Prozess in sechs Schritten vorzugehen:

1. Verstehen
2. Beobachten
3. Standpunkt definieren
4. Erfinden
5. Prototypen herstellen
6. Testen

Interessant ist daran, dass der eigentliche Prozess des Erfindens im Modell der Schule nur sehr wenig Zeit in Anspruch nimmt. Bei manchen Projekten haben die Studenten lediglich 30 Minuten. Doch mit der richtigen Vorbereitung können in einem Team von drei bis vier fachlich hoch kompetenten Studenten die Ideen nur so sprudeln. Ob’s funktioniert, ist erst einmal egal. Beim Brainstorming gehört die innere Zensur abgeschaltet.

Ob die Techniken der Schule tatsächlich funktionieren, kann man sich ab dem 3. März auf der Cebit in Hannover anschauen. In Halle 9 können Gäste unter dem Motto „Innovation lernen – Ideenwelten öffnen“ selbst mitmachen

Erfindergeist aus Potsdam

Lounge Musik. Quadratische Sitzwürfel, die frei im Raum verteilt werden können. Trennwände voller farbiger Post-it-Zettel. An die zentrale Präsentationswand wirft ein Beamer psychodelische Muster. Halbvolle Becher mit Kaffee stehen auf einem Regal. Studenten verteilen bunte Comic-Motive über einen Tisch und fotografieren das Ganze. Der Geräuschpegel ist enorm. Es wird geredet, diskutiert, mit Assoziationen um sich geworfen. Lautstark, fröhlich, lebhaft. Die HPI School of Design Thinking befindet sich nicht im Silicon Valley, sondern auf dem Campus der Universität Potsdam. Doch trotz Wolkendecke und Temperaturen um den Gefrierpunkt knistert es hier vor innovativem Gründergeist. Jedes Jahr werden an der School of Design Thinking rund 40 Studenten im erfinderischen Denken ausgebildet. Insgesamt sind hier rund 30 verschiedene Fachrichtungen versammelt.

Ist das der Spirit von Stanford?

Jeder Student ist ein Spezialist auf seinem Gebiet. Und dennoch bereit, über den Tellerrand der eigenen Disziplin hinaus zu schauen. Die Projekte sind stark an der Praxis orientiert, die Problemstellungen stammen von großen Unternehmen. Die Ideen aus der Kreativen-Schmiede werden unter anderem von Siemens oder Metro auf ihre Umsetzung hin überprüft. Vor dem Think-Tank d.school aus Stanford, von dem das Konzept für die Schule stammt, muss man sich nicht verstecken.

Marke Geistesblitz

Um Kreativität und Innovation ranken sich zahlreiche Legenden. Steve Jobs, Gründer und Chef des Apple-Konzerns erzählt gerne davon, wie er nach dem Abbruch seines Studiums mit Kalligrafiekursen begann. Hier wurde ihm ein Gespür für Klarheit und Schönheit vermittelt, das ihn Jahre später zum spezifischen Apple-Design inspiriert. Auf der Habenseite der Innovation verbucht der Apple-Konzern inzwischen die Revolution des Heimcomputers (Macintosh), der digitalen Musikindustrie (iPod und iTunes) und der mobilen Kommunikation (iPhone). Nur Zufall? Es scheint, als habe Apple Mittel und Wege entdeckt, kreative Lösungen für Produkte bewusst herbeiführen zu können.

Ideen mit Ansage

„Deutschland, Land der Ideen“ ist eine bekannte Werbeaktion. Erfolgreiche Unternehmen mit herausragenden Erfindungen aus Deutschland sollen das Image des Landes im In- und Ausland prägen.  Wettbewerbsfähig durch Innovation, so ist die Botschaft. Doch woher kommen sie, die guten Ideen, die herausragenden Konzepte, die kreativen Lösungen? Welche Wege beschreiten Unternehmen, um die nächste Erfindung nicht dem Zufall zu überlassen? Welche Techniken wenden Sie an, um die Kreativität ihrer Mitarbeiter anzuregen? Ich bin auf der Suche.

Ideenfarben

Welche Farbe hat eine Idee? Autor und Kreativitäts-Trainer Timo Off ist auf der Suche. Auf seiner Seite www.ideenfarbe.de haben sich viele Menschen Gedanken über diese Frage gemacht und haben einige witzige, teilweise geistreiche Texte dazu verfasst. Auch wenn die Seite schon etwas älter und nicht mehr aktuell ist, der ungewöhnliche Umgang mit dem Thema Kreativität und Innovation kann ein Anstoß sein, über die eigenen Ideen nachzudenken. Vielleicht hat sie ja die Farbe eiskalten Wassers in einem tiefen Bergsee – allein der Gedanke daran belebt. Witziges und intelligentes zum Thema Kreativität findet sich übrigens auch auf Timo Offs Webseite www.geistesblitz.de.