Manager sollten Jazz hören

Jazz als Management-Methode: Der Unternehmer und Gründer der IDS Scheer AG, August-Wilhelm Scheer, hat seine Gedanken zum Thema in einem Expert-Paper zusammengefasst. Bei Spiegel Online ist hierzu heute ein Artikel erschienen. Auch den Text selbst zu lesen, macht nicht dümmer.

Jazz: Hingabe in der Improvisation (Foto: Tina Schlief Dülmen/ PIXELIO.de

Jazz: Hingabe in der Improvisation (Foto: Tina Schlief Dülmen/ PIXELIO.de)

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Warum man seiner Geschäftsidee Raum zum Atmen lassen sollte

Detroit in Lego

1 Stein, 1000 Möglichkeiten: Detroit als Legomodell (Foto: Slambo 42)

Mit einem Freund hatte ich eine Diskussion über ein mögliches Magazinprojekt. Er fragte mich, ob ich denn auch an das dazugehörige Onlinekonzept gedacht hätte. Ich sagte ihm, dass mir da schon was einfallen würde, wenn ich erst einmal den Businessplan für das Magazin erstellt hätte. Und ohnehin gebe es ja kaum realistische Geschäftsmodelle fürs Internet, fügte ich etwas ideenlos hinzu. Schließlich hatte ich ja mein fertiges Produkt im Kopf. Für etwas anderes hatte ich da keine Gedanken übrig. Wahrscheinlich ist das ein Fehler, den viele angehende Gründer machen.

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Zeit für Projektarbeit

Ergänzung zu „Ein paar Gründe, weshalb die Krise auch eine Chance sein kann“:

Eine weitere Chance der Wirtschaftskrise für Freiberufler und Selbstständige kann darin bestehen, wieder mehr Freiraum für eigene Projekte zu haben. Dadurch, dass man weniger im Tagesgeschäft eingespannt ist (was derzeit vielen so geht), bleibt mehr Zeit, die Vorzüge der Projektarbeit zu nutzen und gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen. Das schöne an den guten Ideen ist doch, dass sie als Ressource quasi unerschöpflich sind. Also: An der Idee arbeiten, Team zusammenstellen, und los geht’s! Dafür braucht man zu Beginn nicht einmal Startkapital. (ftx)

In sechs Schritten kreativ

Die HPI School of Design Thinking aus Potsdam, bei der ich am vergangenen Freitag zu Gast war, schult ihre Studenten darin, bei jedem kreativen Prozess in sechs Schritten vorzugehen:

1. Verstehen
2. Beobachten
3. Standpunkt definieren
4. Erfinden
5. Prototypen herstellen
6. Testen

Interessant ist daran, dass der eigentliche Prozess des Erfindens im Modell der Schule nur sehr wenig Zeit in Anspruch nimmt. Bei manchen Projekten haben die Studenten lediglich 30 Minuten. Doch mit der richtigen Vorbereitung können in einem Team von drei bis vier fachlich hoch kompetenten Studenten die Ideen nur so sprudeln. Ob’s funktioniert, ist erst einmal egal. Beim Brainstorming gehört die innere Zensur abgeschaltet.

Ob die Techniken der Schule tatsächlich funktionieren, kann man sich ab dem 3. März auf der Cebit in Hannover anschauen. In Halle 9 können Gäste unter dem Motto „Innovation lernen – Ideenwelten öffnen“ selbst mitmachen

Erfindergeist aus Potsdam

Lounge Musik. Quadratische Sitzwürfel, die frei im Raum verteilt werden können. Trennwände voller farbiger Post-it-Zettel. An die zentrale Präsentationswand wirft ein Beamer psychodelische Muster. Halbvolle Becher mit Kaffee stehen auf einem Regal. Studenten verteilen bunte Comic-Motive über einen Tisch und fotografieren das Ganze. Der Geräuschpegel ist enorm. Es wird geredet, diskutiert, mit Assoziationen um sich geworfen. Lautstark, fröhlich, lebhaft. Die HPI School of Design Thinking befindet sich nicht im Silicon Valley, sondern auf dem Campus der Universität Potsdam. Doch trotz Wolkendecke und Temperaturen um den Gefrierpunkt knistert es hier vor innovativem Gründergeist. Jedes Jahr werden an der School of Design Thinking rund 40 Studenten im erfinderischen Denken ausgebildet. Insgesamt sind hier rund 30 verschiedene Fachrichtungen versammelt.

Ist das der Spirit von Stanford?

Jeder Student ist ein Spezialist auf seinem Gebiet. Und dennoch bereit, über den Tellerrand der eigenen Disziplin hinaus zu schauen. Die Projekte sind stark an der Praxis orientiert, die Problemstellungen stammen von großen Unternehmen. Die Ideen aus der Kreativen-Schmiede werden unter anderem von Siemens oder Metro auf ihre Umsetzung hin überprüft. Vor dem Think-Tank d.school aus Stanford, von dem das Konzept für die Schule stammt, muss man sich nicht verstecken.

Marke Geistesblitz

Um Kreativität und Innovation ranken sich zahlreiche Legenden. Steve Jobs, Gründer und Chef des Apple-Konzerns erzählt gerne davon, wie er nach dem Abbruch seines Studiums mit Kalligrafiekursen begann. Hier wurde ihm ein Gespür für Klarheit und Schönheit vermittelt, das ihn Jahre später zum spezifischen Apple-Design inspiriert. Auf der Habenseite der Innovation verbucht der Apple-Konzern inzwischen die Revolution des Heimcomputers (Macintosh), der digitalen Musikindustrie (iPod und iTunes) und der mobilen Kommunikation (iPhone). Nur Zufall? Es scheint, als habe Apple Mittel und Wege entdeckt, kreative Lösungen für Produkte bewusst herbeiführen zu können.

Ideen mit Ansage

„Deutschland, Land der Ideen“ ist eine bekannte Werbeaktion. Erfolgreiche Unternehmen mit herausragenden Erfindungen aus Deutschland sollen das Image des Landes im In- und Ausland prägen.  Wettbewerbsfähig durch Innovation, so ist die Botschaft. Doch woher kommen sie, die guten Ideen, die herausragenden Konzepte, die kreativen Lösungen? Welche Wege beschreiten Unternehmen, um die nächste Erfindung nicht dem Zufall zu überlassen? Welche Techniken wenden Sie an, um die Kreativität ihrer Mitarbeiter anzuregen? Ich bin auf der Suche.